Skatepark und Pumptrack – unser Standpunkt

Bild: Initiative Skatepark

Die Stadtvertretung hat am 15. Oktober entschieden, am Alten Friedhof ausschließlich die Planungen für einen Pumptrack weiterzuverfolgen. Wir haben in der Debatte die Linie der Initiative Skatepark und der Ideenwerkstatt vertreten: Fakten prüfen, bevor entschieden wird, und die Menschen vor Ort einbinden. Das Ergebnis respektieren wir und bringen uns für die nächsten Schritte konstruktiv ein.

Was wir wollten
Wir haben beantragt, am Alten Friedhof sowohl einen reinen Pumptrack als auch eine kombinierte Anlage mit Skatepark prüfen zu lassen, unter der Bedingung, dass der alte Baumbestand erhalten bleibt. Dem Antrag hat sich die FDP angeschlossen. Uns ging es nicht darum, um jeden Preis eine Anlage zu bauen. Uns ging es darum, nicht auf Basis grober Schätzungen zu entscheiden, sondern auf Basis von Fakten.

Warum wir zuerst Zahlen sehen wollten
In der Sitzung wurden Größenordnungen genannt, ausdrücklich als grobe Orientierung und ohne Detailplanung. Eine belastbare Kostenermittlung gibt es bisher nicht, und für ein Projekt dieser Art halten wir es für zu früh, es daran scheitern zu lassen. Die Ideenwerkstatt hat beide Varianten, den reinen Pumptrack und die Kombination, mit Beispielen aus anderen Städten durchgerechnet. Dort lag der städtische Eigenanteil bei gebauten Pumptracks nach Förderung zwischen rund 70.000 und 180.000 Euro. Fördermöglichkeiten wie LEADER, Sponsoring und Crowdfunding sind für Breckerfeld noch nicht ausgelotet.

Eine Anlage für alle Generationen
Eine solche Anlage ist mehr als ein Sportangebot. Sie ist ein Treffpunkt für Kinder, Jugendliche und Familien, für Laufräder, Roller, Skateboards und Inliner und, wenn man sie so plant, auch für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer. Kinder und Jugendliche stimmen nicht ab, aber sie sind ein großer Teil unserer Stadt. Und wenn die Anlage so gut wird, dass auch Gäste aus Nachbarorten kommen, ist das ein Gewinn für die Hansestadt.

Wie es jetzt weitergeht
Wir wollen den Pumptrack so gestalten, dass er möglichst vielen Menschen offensteht, auch denen, die sich eine Skateanlage gewünscht haben. Dafür setzen wir uns ein für:

  • Einen gemeinsamen Bürgerdialog aller Fraktionen mit Anwohnern, Kindern, Jugendlichen, Eltern, der Initiative Skatepark und der Ideenwerkstatt.
  • Ein gutes Konzept am Alten Friedhof: Erhalt der alten Bäume, funktionierender Lärmschutz und ein sensibler Umgang mit den Gedenkstätten im Park.
  • Eine offene Finanzierung: Förderanträge, Sponsoren und Bürgerengagement von Anfang an mitdenken.
  • Gleiche Maßstäbe für alle Ideen, auch für mögliche Ergänzungen wie eine Boulderwand: Bedarf und Kosten sollten nachvollziehbar belegt sein.

Die Debatte hat gezeigt, wie wichtig das Thema vielen Breckerfelderinnen und Breckerfeldern ist. Das ist eine gute Nachricht. Wir bleiben dran und freuen uns über Ideen und Rückmeldungen.